![]()
In unserer 1. Mai Zeitung beschäftigen wir uns mit dem Zustand dieses kriselnden Gesellschaftssystems und mit verschiedenen Kämpfen und Bewegungen, die schon heute zeigen, dass die Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist. Wir hoffen, damit nicht nur Fakten und Argumente, sondern vor allem Motivation für‘s Einmischen und Beteiligen zu vermitteln…Viel Spaß beim Lesen!
Ps: Ein Teil der Texte zur 1. Mai Zeitung wurden vor der Corona-Ausbreitung in Deutschland verfasst. Seit dem haben sich die Ereignisse überschlagen und sind einige große Frühjahres-Mobilisierungen ausgefallen, auf die in den Texten noch Bezug genommen wurde.
Hier gehts zu unserer 1. Mai Zeitung
AUFRUF ZUR 1. MAI DEMONSTRATION IN MÜNCHEN 2020
IN DIE REVOLUTIONÄRE OFFENSIVE
AUF DIE STRASSE AM 1. MAI!

1. MAI – DEMONSTRATION | REVOLUTIONÄRER BLOCK
10:00 Uhr | DGB-Haus | Schwanthalerstrasse 64, München
derzeitiger Status: angemeldet/Antrag auf Ausnahmegenehmigung
WICHTIG Wir schützen unsere Gesundheit und die anderer: Kommt mit Schutzmasken, Handschuhen und haltet ausreichend Abstand zueinander!
Deshalb: Achtet auf aktuelle Infos auf diesem Blog!
revolutionaereoffensive.noblogs.org
Aufruf zur 1. Mai Demonstration in München
Solidarisch Kämpfen in der Krise! In die revolutionäre Offensive! Heraus zum 1. Mai!
10:00 Uhr | DGB-Haus | Schwanthalerstrasse 64, Münchenderzeitiger Status: angemeldet/Antrag auf Ausnahmegenehmigung
WICHTIG Wir schützen unsere Gesundheit und die anderer: Kommt mit Schutzmasken, Handschuhen und haltet ausreichend Abstand zueinander!
Corona-Virus und Kapitalismus – diese Kombination ist eine Bedrohung für unsere Gesundheit, unsere Löhne, unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Und die Herrschenden und Kapitalbesitzenden hätten es am liebsten, dass wir Lohnabhängigen am Ende für die Kosten dieser Krise bezahlen. Dagegen müssen wir uns mit allen Mitteln wehren!
Die Krise trifft natürlich nicht alle Menschen gleich – denn Kapitalismus heißt Ungleichheit! Arme, lohnabhängige und scheinselbständige Menschen haben jetzt ein viel größeres Risiko als Reiche. Das kapitalistische System konzentriert unfassbaren Reichtum in den Händen von Wenigen. In Deutschland besitzen die reichsten fünf Prozent der Menschen so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Der reichste Mensch der Welt, Amazon-Besitzer Jeff Bezos macht gerade noch mehr Profit, weil wegen Corona mehr online bestellt wird. Während die Amazon-Beschäftigten weiter zu Niedriglöhnen und ohne Infektionsschutz arbeiten müssen. Bei Lidl, Aldi, Rewe und Co. ist es im Prinzip genau so. „Aufruf zur 1. Mai Demonstration in München“ weiterlesen
PK: Am 1. Mai auf die Straße! Diese Krise hat System. Revolutionäre Gegenmacht aufbauen!

Wir rufen zu einer aktiven Beteiligung am 1. Mai auf – gerade auch auf der Straße. Denn selten war es wichtiger als jetzt, den Kapitalisten eine Kampfansage zu erteilen und eine revolutionäre Perspektive auf die Tagesordnung zu setzen. Alles, was wir bis jetzt in der Corona-Phase erlebt haben, hat und wird massive Spuren hinterlassen. Kurzarbeit, Verlängerung von Arbeitszeiten, Ausgangsbeschränkungen, Abbau von Mitbestimmungsrechten. Die gesamte Klasse der Lohnabhängigen ist betroffen, ob in der Metall- und Elektroindustrie oder im Einzelhandel, in der Gastronomie oder der Spedition, in der Pflege oder dem öffentlichen Dienst. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Krise auf dem Rücken der Lohnabhängigen ausgetragen wird.
Das Argument der Virus-Eindämmung muss zur Zeit für Vieles herhalten, unter anderem zur massiven Einschränkung der Grundrechte, wie der Versammlungsfreiheit. Dennoch braucht es am 1. Mai ein klares Signal: Auf die kapitalistische Krisenabwälzung von Staat und Kapital werden wir mit Organisierung und Klassenkampf von unten antworten. Dafür sind offensive Aktionsformen wichtig – auch in Zeiten von Corona. Kollektive Aktionsformen, die über „online Bilder posten“ hinausreichen. Welche genau Form die 1. Mai Aktivitäten haben werden, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen. Kollektivität, Selbstbestimmung und ein klares politisches Zeichen, zugleich gesundheitliche Vertretbarkeit und das Beachten der verschärften staatlichen Repression. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Klar ist aber, es lohnt sich, sie anzunehmen! Wir werden Wege und Möglichkeiten finden, den revolutionären 1. Mai auf die Straße zu tragen. „PK: Am 1. Mai auf die Straße! Diese Krise hat System. Revolutionäre Gegenmacht aufbauen!“ weiterlesen
Corona-FAQ als Textversion und PDF zum ausdrucken
Thesen zu den Aufgaben der revolutionären Linken in der Corona-Krise

Die aktuelle Krise ist nicht nur eine des Gesundheitssystems und offenbart nicht nur die völlig mangelhafte Vorbereitung auf eine Pandemie. Der Corona-Virus trifft auf eine kapitalistische Wirtschaft die schon seit Monaten in eine tiefe Krise schlittert. Alles spricht dafür, dass diese nun verstärkte Krise massive gesellschaftliche, politische und ökonomische Verwerfungen produzieren wird.
Für die revolutionäre Linke ergeben sich aus dieser Situation geänderte Bedingungen, Aufgaben und auch neue Möglichkeiten. Im folgenden einige Thesen dazu. Sicher werden auch wir den hier genannten Ansprüchen noch nicht oder nur unzureichend gerecht. Wir wollen uns aber den Herausforderungen stellen und möglichst eine Debatte hierzu anregen:
1. Mit „Burgfrieden“ wird das Virus auch nicht besiegt!
Der Charakter dieser Krise beinhaltet eine scheinbare Besonderheit: Eine klassenübergreifende Bedrohung wird mit Maßnahmen bekämpft, die zwar scheinbar alle gleichermaßen treffen, tatsächlich aber einen deutlichen Klassencharakter haben. Wir durchleiden diese Krise nicht alle gemeinsam und auf die gleiche Weise. Es macht einen Unterschied, die Quarantäne mit den Kindern in der 3-Zimmer-Wohnung an der Durchfahrtsstraße oder in der Villa mit Garten zu verbringen. Und vorallem wird es einen Unterschied machen, ob man in Folge der Krise den Kauf des Tesla hinausschieben oder Hartz IV beantragen muss. Sicher, es gibt viele Töne grau, aber eines ist klar:
„Thesen zu den Aufgaben der revolutionären Linken in der Corona-Krise“ weiterlesen
PK: Sonderseite zu Corona veröffentlicht

Wir haben eine Corona-Sonderseite eingerichtet. Diese findet ihr unter www.perspektive-kommunismus.org/corona Auf der Website findet ihr ein Corona-FAQ, Links zu Solidaritäts-Netzwerken in mehreren Städten, eine Sammlung lesenswerter Texte, Wandzeitungen und Berichte von Aktionen. Gerade in diesen Zeiten ist eine klassenkämpferische Praxis notwenig. Mit der Sonderseite wollen wir einige Informationen bündeln und vor allem in den kommenden Wochen Materialien zur Verfügung stellen.
Zur Sonderseite
PK: Krisen-Info Nr. 1 – Krank ist das System!

Unsere erste Krisen-Info ist da. Dabei handelt es sich um Wandzeitungen zum plakatieren im öffenltichen Raum. Gerade in dieser Zeit ist es enorm wichtig, im öffentlichen Raum mit klassenkämpferischen und revolutionären Inhalten sichtbar zu sein. Parolen und Wandzeitungen sind dafür gute Möglichkeiten. Unsere erste Ausgabe befasst sich mit den Fragen, warum ein neuer Virus das Gesundheitssystem derart hart trifft, ob wir alle im selben Boot sitzen und gleichermaßen von den Einschränkungen betroffen sind. In den kommenen Wochen werden weitere Wandzeitungen zu anderen Themen erscheinen. Download der PK-Version (DIN3, DIN4)
Blanco-Vorlagen zum Download
Wir veröffentlichen verschiedene Versionen der Krisen-Info. Neben unserer Ausgabe als Perspektive Kommunismus stellen wir auch eine blanco Version online ohne Logo und Anmerkungen. Hier könnt ihr eure eigenen Logos und Kontaktdaten einfügen.
Kein Shutdown im Klassenkampf!
Als Antwort auf die rasante Ausbreitung des Corona-Virus organisieren die Herrschenden hierzulande und weltweit einen Ausnahmezustand, den es in dieser Dimension seit 1945 nicht mehr gab.
Wir können an dieser Stelle keine abschließende medizinische Bewertung des Virus und der Folgen der Masseninfektion geben, die großen Teilen der Bevölkerung zweifellos bevorsteht – WissenschaftlerInnen gehen von mindestens 70% der Bevölkerung aus. Dabei kann die Lungenkrankheit verschieden verlaufen: Von leichten Symptomen, die wenig auffallen oder einschränken, bis hin zur tödlichen Lungenentzündung. Zentral ist allerdings, dass die Folgen der Infektion für zahlreiche Menschen fatal sind. Vorerkrankungen und Alter sorgen für eine konkrete Lebensgefahr durch das Virus. Es steht außer Frage, dass die Situation ernst ist und dass es ungemein wichtig ist, die Ausbreitung zu verlangsamen und soweit wie möglich einzudämmen. Aber was gerade in unserer Gesellschaft passiert ist nicht einfach nur die vernünftige Reaktion auf einen gesundheitlichen und medizinischen Notstand. Es ist der Notstand, den die Herrschenden dieses Gesellschaftssystems organisieren – diejenigen, die dafür sorgen, dass 50% der deutschen Bevölkerung nur 1,4% des gesamten Reichtums in Land besitzen, dass hier der größte Niedriglohnsektor Europas errichtet wurde, dass Klimaschutz hinter Konzerninteressen gestellt wird und Waffen in Kriegsgebiete geliefert werden. Sind das diejenigen, die so sehr an dem Wohlergehen der einfachen Bevölkerung interessiert sind, dass sie die gesamte Gesellschaft dafür auf den Kopf stellen? Nein!
Aufruf zum Block "Wenn wir streiken, steht die Welt still – Fraunkampf ist Klassenkampf!" am 8. März in München
Der Kapitalismus trifft uns Frauen* besonders hart. Frauen* erfahren neben der Ausbeutung im Lohnarbeitsverhältnis weitere besondere Formen von Unterdrückung und Ausbeutung im herrschenden System. Nicht nur, dass Frauen* weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen: Hausarbeit, Kindererziehung und Angehörigenpflege sind bloß einzelne Aspekte, die als unbezahlte Reproduktionsarbeit von Frauen* abverlangt werden.
Diese Mehrfachbelastung führt dazu, dass Frauen* durch Teilzeitarbeit und geringe Löhne, Renten und Sozialleistungen stark von Armut betroffen sind, wodurch sie in Abhängigkeitsverhältnisse zu ihren Männern*, Familien und staatlichen Strukturen gedrängt werden.
In dieser Abhängigkeit nimmt die Frau* eine unterlegene Rolle ein und erfährt tagtäglich psychische, physische und sexualisierte Gewalt – in der Partnerschaft, in der Familie, im Job und im öffentlichen Raum. Für die Frau* als Einzelne ist es schwer sich aus dieser strukturellen Gewalt zu befreien. Denn die Strukturen, die diese Gewalt hervorbringen, fördern und erhalten sind tief in unser System eingelassen.
Die patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen* sind systemstabilisierende Faktoren des Kapitalismus, die durchbrochen werden müssen, um eine tatsächlich gleichberechtigte, klassenlose Gesellschaftsform zu erhalten. Der Kampf um die Befreiung der Frauen* muss deswegen auch immer ein Kampf gegen das kapitalistische System und damit Ziel der gesamten lohnabhängigen Klasse sein.
Es ist ein Kampf, den wir nur durch gemeinsame Organisierung gewinnen können. Zusammen haben wir die Stärke die Vereinzelung des Kapitalismus zu durchbrechen und das Patriarchat zu stürzen!
Als Bündnis aus linken, antikapitalistischen Gruppen werden wir am 8. März – dem internationalen Frauen*kampftag- gemeinsam auf die Straße gehen, um für Frauen* einzustehen und Solidarität mit allen kämpfenden Frauen* dieser Welt zu zeigen. Schließt euch uns an!
Wir treffen uns am Sonntag, den 8. März 2020 um 13 Uhr am Marienplatz bei dem Banner: Wenn wir streiken, steht die Welt still – Frauen*kampf ist Klassenkampf!
Unterstützer*innen: Offenes Frauen*treffen München, Frauen*streikgruppe München, Antikapitalistische Linke München, Antifaschistischer Aufbau München, Antifa Stammtisch München, Gruppe ArbeiterInnenmacht München, SDAJ München

